Die Werke des jungen Bildhauers
Thomas Delazer konzentriert sich in seinem Werk einerseits auf die Ausarbeitung der Details, andererseits auf die Aussagekraft von Emotion und Gesellschaftskritik. Er sucht nach einem Zusammenspiel zwischen Handwerk und Detail sowie der Kommunikation zwischen Mensch und Natur.
Das Feingefühl für Details spielt beim Künstler die Hauptrolle. Delazer gibt dem Holz durch die akkurate Ausarbeitung die gewünschte Textur, wie jene der Haut, Knochen, Schuppen, Plastik oder Textilie, um einige Beispiele zu nennen. Beispielsweise lässt Delazer die weiche Haut eines jungen Buben sanft auf den Knochen ruhen. Die Haut wirkt dabei beinahe elastisch, die sich wie ein lebendes Organ perfekt an die menschliche Anatomie anpasst und deren Bewegung folgt.
Neben der Feinarbeit spielt die Wirkung des Werkes auf die Betrachter*innen eine wesentliche Rolle. Delazers Werke hinterfragen auf einer kritischen Art und Weise aktuelle Themen wie Klimakrise, soziale Gesundheit oder die innere Psyche des Menschen. Der Bildhauer überlässt den Skulpturen die Autonomie, lässt sie sprechen und regt damit die Betrachter*innen zum Nachdenken an: Was teilt uns die Skulptur mit? Was geschieht mit den Dargestellten, was haben diese erlebt, was bedrückt sie oder was erfreut sie? Wen oder was blicken sie an und wie reagieren wir als Betrachter*innen darauf? Der Bildhauer erweckt dadurch nicht nur Emotion, sondern vor allem die Kommunikation zwischen Mensch und Skulptur, Natur und Umwelt, Bewusstsein und Geist.
erfahre mehr